St. Martin & Laternenumzug
St. Martin mit Kindern feiern, Wärme, Licht und Gemeinschaft für die ganze Familie
Vielleicht kennst du das Gefühl: Es ist Anfang November, die Tage sind kürzer, die Luft riecht nach Herbstlaub, und überall tauchen bunte Laternen auf. Dein Kind bringt voller Stolz sein kleines Kunstwerk aus der Kita mit, und du denkst dir: Oh je, jetzt kommt wieder das große Chaos mit Laternenumzug, kalten Fingern und hundert anderen Eltern, die alle gleichzeitig „Laterne, Laterne“ singen.
Doch St. Martin ist viel mehr als ein Termin im Familienkalender. Es ist eine kleine Auszeit im Jahr, in der wir uns daran erinnern dürfen, was wirklich zählt: Licht, Wärme, Teilen und Gemeinschaft. Und gerade als Mama, die im Alltag oft auf Autopilot läuft, kannst du dieses Fest nutzen, um nicht nur deinem Kind schöne Erinnerungen zu schenken, sondern auch selbst Kraft daraus zu ziehen. Ich nehme dich in diesem Artikel mit: von der Bedeutung von St. Martin über kreative Bastelideen für Laternen und Rezepte für den gemütlichen Abschluss bis hin zu kleinen Ritualen, die ihr als Familie übernehmen könnt.
Kurzer Hinweis vorab: Die Bilder in diesem Artikel wurden mit KI erstellt. Alle Ideen stammen aus meinem eigenen Familienalltag und lassen sich leicht an das Alter deines Kindes anpassen.
Die Botschaft von St. Martin, und warum sie uns Mamas so guttut
Die Geschichte von St. Martin kennst du bestimmt: ein römischer Soldat, der seinen Mantel mit einem frierenden Bettler teilt. Eine kleine Geste, die riesig wirkt. Und genau das ist der Kern: Teilen und Fürsorge. Für unsere Kinder ist es ein schöner Einstieg, um zu lernen, dass Teilen nicht bedeutet, weniger zu haben, sondern mehr Wärme zu schaffen.
Für uns Mamas steckt noch eine zweite Botschaft darin: Wir teilen jeden Tag so viel, unsere Zeit, unsere Energie, unsere Liebe. Aber oft vergessen wir, auch uns selbst etwas zu geben. St. Martin erinnert uns daran, dass Selbstfürsorge genauso wichtig ist wie Fürsorge für andere. Vielleicht kannst du das in eure Feier einbauen, indem du deinem Kind erzählst: „So wie Martin geteilt hat, können wir auch teilen. Heute teilen wir Licht, morgen vielleicht ein Lächeln oder Zeit füreinander.“
Bastelideen für Laternen, von einfach bis wow
Laternen sind das Herzstück von St. Martin, und das Schöne daran: Jede Laterne erzählt eine Geschichte. Für die klassische, schnelle Variante reicht eine einfache Tonkarton-Röhre mit ausgeschnittenen Löchern, dahinter buntes Transparentpapier geklebt, dein Kind darf dabei nach Lust und Laune reißen und kleben. Genauso schnell geht eine Joghurtglas-Laterne: ein leeres Glas mit Transparentpapier beklebt, eine Kerze oder ein LED-Licht hinein, fertig, und dabei noch super haltbar, auch für kleine Kinder geeignet.
Wer etwas mehr Zeit hat, kann mit einem Locher kleine Sterne in dunklen Karton stanzen und von innen mit gelbem Papier hinterkleben, im Dunkeln leuchtet die Laterne dann wie ein kleiner Nachthimmel. Für Kinder, die keine Fans vom klassischen Kürbis-Motiv sind, lassen sich aus Tonpapier mit Schablonen genauso einfach Eulen, Drachen oder Einhörner basteln. Und wer nachhaltig denkt, wäscht einen leeren Tetrapak aus, schneidet oben ein Fenster hinein und hinterklebt es mit Transparentpapier, praktisch, stabil und ressourcenschonend. Besonders schön wird es mit einer Natur-Laterne: Blätter, kleine Blüten oder gepresstes Herbstlaub zwischen Transparentpapier gelegt und aufgeklebt ergeben wunderschöne, ganz eigene Motive. Bastelt dabei nicht allein, lass dein Kind so viel wie möglich selbst machen, auch wenn es schief und krumm wird, genau das macht die Laterne einzigartig.
Bild mit KI erstellt
Rezepte für einen gemütlichen St.-Martin-Abend
Nach dem Laternenumzug braucht es etwas Wärmendes und Leckeres. Ein Kinderpunsch deluxe aus Apfelsaft, Traubensaft, etwas Zimt und Orangenscheiben, kurz erwärmt und in Thermoskannen abgefüllt, wärmt zuverlässig von innen, für die Erwachsenen lässt er sich mit einem Schuss Glühwein abwandeln. Als klassische Alternative zur Gans eignen sich Martinsgänse aus Hefeteig, geformt wie kleine Gänse oder Männchen, mit Rosinen als Augen, Kinder lieben es, ihre eigenen Gänse zu verzieren, bevor sie in den Ofen kommen.
Wenn noch Kürbis vom Herbst oder Halloween übrig ist, wärmt eine cremige Suppe mit Kokosmilch perfekt nach dem Umzug, dazu frisches Brot, fertig ist das Seelenessen. Und falls der Umzug spät war, packst du am besten gleich etwas für die Brotdose am nächsten Morgen: Mini-Pizza-Schnecken oder Obstspieße mit Mandarinen und Weintrauben lassen dein Kind auch am Folgetag nochmal an den kleinen St.-Martin-Moment zurückdenken.
Spiele und Rituale für St. Martin zuhause
Nicht jede Familie hat Lust auf den großen Umzug, aber auch zuhause lässt sich St. Martin wunderbar feiern. Beim Laternen-Stopp-Tanz läuft Musik, ihr haltet die Laternen hoch und tanzt, wenn die Musik stoppt, hält jeder seine Laterne still. Bei einer Licht-Schatzsuche versteckst du kleine LED-Teelichter in der Wohnung oder im Garten, und die Kinder suchen die „Lichter des Teilens“. Und für ein Kürbis-Bowling bemalst du Plastikflaschen mit Gesichtern, ein kleiner Kürbis dient als Bowlingkugel.
Als kleines Ritual könnt ihr mehrere Kerzen aufstellen, jeder darf eine anzünden und sagen, wofür er gerade dankbar ist. Auch gemeinsames Vorlesen passt wunderbar in den Abend, es gibt viele schöne Kinderbücher, die die Geschichte von St. Martin kindgerecht erzählen. Und wer möchte, kann einen kleinen „Mantel teilen“-Moment einbauen: gemeinsam ein Spielzeug oder Kleidung spenden, die ihr nicht mehr braucht, so erleben Kinder das Teilen ganz konkret und nicht nur als Geschichte.
Was wir Mamas von St. Martin lernen können
Wir hetzen oft durch den Alltag, teilen unsere Energie und bleiben selbst leer. St. Martin erinnert uns daran, dass Teilen nicht nur Verzicht bedeutet, sondern auch Fülle bringt. Vielleicht kannst du dir als Mama an diesem Tag bewusst eine kleine Geste der Selbstfürsorge gönnen: ein heißer Tee nach dem Umzug, ein kurzes Journal über das, wofür du dankbar bist, oder einfach mal bewusst tief durchatmen, während dein Kind stolz mit der Laterne läuft. Denn nur, wenn wir unsere innere Flamme am Brennen halten, können wir Licht für andere sein.
Wie ihr euch daraus euer eigenes kleines St.-Martin-Ritual baut
Bei so vielen Ideen musst du nicht alles auf einmal umsetzen, das würde selbst wieder Stress erzeugen. Am schönsten wird es meistens, wenn ihr euch für dieses Jahr auf drei Dinge konzentriert: eine Laterne, die ihr gemeinsam bastelt, ein warmes Getränk oder Essen danach, und ein kleines Ritual wie das Kerzenanzünden mit einem Dankbarkeits-Satz. Im nächsten Jahr könnt ihr dann eine neue Bastelidee oder ein neues Spiel dazunehmen, so wächst über die Jahre eure ganz eigene kleine St.-Martin-Tradition, die euer Kind irgendwann selbst weitertragen wird.
- Tonkarton, Transparentpapier und ein Locher reichen für die meisten Laternen-Ideen in diesem Artikel aus.
- Ein leeres Marmeladenglas mit einem LED-Teelicht ergibt in wenigen Minuten eine sichere, wiederverwendbare Laterne.
- Apfelsaft, Zimt und Orangenscheiben reichen für einen warmen Kinderpunsch ganz ohne Zusatzeinkauf.
- Ein paar Kerzen und ein Moment für einen Dankbarkeits-Satz reichen für ein bedeutungsvolles Familienritual, ganz ohne Aufwand.
Bild mit KI erstellt
Häufig gestellte Fragen zu St. Martin mit Kindern
Ab welchem Alter lohnt sich ein Laternenumzug?
Schon ab zwei bis drei Jahren können Kinder Spaß daran haben, je nachdem, wie viel Geduld sie mitbringen. Für Babys reicht auch ein kleiner Spaziergang mit Laterne im Kinderwagen.
Muss es immer ein offizieller Umzug sein?
Nein, auch ein Spaziergang durch den eigenen Garten oder die Straße reicht völlig. Hauptsache Laterne und Licht sind dabei.
Was tun, wenn mein Kind Angst im Dunkeln hat?
Dann macht es heller, nehmt eine Taschenlampe mit oder feiert einfach drinnen. Wichtig ist, dass es Freude macht, kein Stress sein soll.
Wie erkläre ich St. Martin meinem Kind?
Sag es einfach: „Martin hat mit jemandem geteilt, der gefroren hat. Darum feiern wir heute das Teilen und gehen mit Laternen, die Licht und Wärme bringen.“
Was ziehe ich meinem Kind für den Umzug an?
Am besten mehrere warme Schichten, dicke Socken und wasserfeste Schuhe, gerade im November kann es überraschend kalt und feucht werden. Eine Extra-Mütze in der Tasche schadet nie.
Was, wenn wir keinen Umzug in der Nähe haben oder er ausfällt?
Dann holt euch das Fest einfach nach Hause. Ein Spaziergang mit selbstgebastelter Laterne durchs eigene Viertel oder ein gemütlicher Abend mit Kerzen und Vorlesebuch fangen die Stimmung genauso gut ein.
Fazit, ein Fest für Herz und Seele
St. Martin ist kein Pflichttermin im Kalender, sondern eine Chance: Licht in die dunkle Jahreszeit zu bringen, für dich, für dein Kind, für die ganze Familie. Ob mit großem Umzug, kleinem Spaziergang, Bastelrunde oder gemütlichem Abend zuhause, es geht darum, Erinnerungen zu schaffen, die bleiben.
Also schnapp dir die Laterne, mach es euch gemütlich, und feiert St. Martin auf eure Art.
Dein nächster Schritt
Wenn du dir mehr Gelassenheit für deinen Mama-Alltag wünschst, findest du in meinem Selbstfürsorge-Paket für Mamas praktische Tipps und kleine Übungen, die dich auch weit über St. Martin hinaus begleiten.
Mehr erfahrenAlles Liebe
Jessi 💛






