Eine Mama, Tochter und Sohn lesen gemütlich im Zelt welches im Wohnzimmer steht ein Buch

Die 32 einfachsten Winterbeschäftigungen für drinnen

…für Tage, an denen du denkst: „Wenn es noch einmal regnet, zieh ich aus.“

Es gibt diese Tage im Winter, da fühlt sich alles schwerer an als sonst.
Du machst morgens die Rolläden hoch – und draußen ist einfach nur: Grau. Kein romantisches Schneegestöber, kein Winterwunderland. Einfach nur nass, kalt, dunkel.

Dein Kind ist natürlich schon wach.
Mit mehr Energie als du nach drei Kaffees hättest.
Und während du noch versuchst, deine Gedanken zu sortieren, kommt die erste Frage des Tages:

„Mama, was machen wir heute?“

Früher, ohne Kind, war Winter einfach: Decke, Netflix, Tee.
Heute ist Winter: Schuhe an, Schuhe aus, Mütze weg, Handschuh weg, Schnupfen da, alles laut, keiner weiß wohin mit seiner Energie – auch du nicht.

Und das ist der Punkt, wo man innerlich manchmal denkt:
„Ich liebe dieses Kind. Aber ich brauche dringend Ideen, bevor wir uns hier alle gegenseitig von den Wänden kratzen.“

Bevor wir in die 32 Winterbeschäftigungen für drinnen einsteigen, lass mich kurz was sagen, von Mama zu Mama:

Du bist nicht empfindlich.
Du bist nicht zu schwach.
Du bist nicht „schlecht organisiert“.

Der Winter ist wirklich anstrengend.

💛 Transparenz-Hinweis
1. In diesem Artikel findest du Affiliate-Links, gekennzeichnet mit einem Stern *.
Wenn du darüber etwas kaufst, bekomme ich eine kleine Provision – natürlich ohne Mehrkosten für dich. Für dich bleibt alles gleich, aber du unterstützt damit meine Arbeit und diesen Blog.
Danke dafür! 💛
2. Ich nutze in meinen Artikeln KI-generierte Bilder.
Sie dienen ausschließlich zur Illustration und Inspiration.
Alle Inhalte, Empfehlungen und persönlichen Erfahrungen stammen trotzdem direkt von mir.
3. Hinweis zu Supplements:
Die genannten Nahrungsergänzungsmittel ersetzen keine medizinische Beratung.
Jeder Körper ist anders – bitte triff Entscheidungen immer nach eigenem Gefühl und ggf. Rücksprache mit einem Arzt oder einer Ärztin.
4. Hinweis zu kosmetischen Produkten (z. B. Inkster Tattoos, Manifix, etc.):
Alle Produkte sind für den normalen, kosmetischen Gebrauch gedacht.
Bei sehr sensibler Haut empfehle ich, neue Produkte vorher an einer kleinen Stelle zu testen.
5. Alle Empfehlungen sind persönliche Erfahrungen und ersetzen keine medizinische Beratung.


Kleine „WTF, ernsthaft?“-Fakten zum Winter (aus Mama-Sicht)

Ich nenne sie liebevoll die „WTF-Fakten“, weil man teilweise nur den Kopf schütteln kann:

WTF-Fakt 1: Dein Gehirn läuft im Dunkelmodus.
Im Winter bekommen wir viel weniger Tageslicht. Das ist nicht nur „bisschen nervig“, sondern hormonell spürbar. Weniger Licht = weniger Serotonin = weniger gute Laune, weniger Motivation, mehr Müdigkeit. Du bist also nicht faul – du kämpfst gegen Biologie.

WTF-Fakt 2: Kinder sind keine Winterwesen.
Ihr Körper ist auf Bewegung, Lärm, Austausch, Reize aus. Im Sommer können sie alles draußen rauslassen. Im Winter landet alles im Wohnzimmer. Und in deinem Nervensystem.

WTF-Fakt 3: Du bist rund um die Uhr „Programmleitung“.
Im Winter gibt es weniger spontane Ideen („komm, wir gehen noch schnell auf den Spielplatz“). Also hängt gefühlt alles an dir: Beschäftigung, Stimmung, Struktur. Das ist mental viel mehr Arbeit, als man von außen sieht.

Wenn du also jetzt schon erschöpft bist, bevor wir bei Tipp 3 sind: Du bist normal. Du bist okay. Und genau für dich sind diese Ideen.

Lass uns reinstarten.


32 Winterbeschäftigungen für drinnen – wie ich sie meiner besten Freundin erzählen würde

Ich nummeriere sie durch, aber das hier ist keine To-do-Liste.
Du musst nicht alles ausprobieren.
Such dir raus, was zu dir, deinem Kind und eurem Energielevel passt.


1. Die „Notfall-Bastelbox“ – dein Rettungsanker

Ehrlich: Diese Box hat mir schon so viele Nachmittage gerettet.

Idee: Du hast eine einzige Kiste, in die du alles reinschmeißt, was man zum spontanen Basteln braucht. Nicht schön sortiert, nicht Instagram-tauglich – einfach funktional.

Rein können zum Beispiel:

  • buntes Papier
  • Sticker (Kinderwährung Nr. 1)
  • Washi-Tape
  • ein paar Pompoms
  • Pfeifenreiniger
  • Klopapierrollen
  • Klebestift, Schere (Kinderschere)

Wenn dein Kind „Mir ist langweilig“ sagt, musst du nicht überlegen, was ihr bastelt. Du stellst nur die Kiste hin und sagst:
„Heute bastelst du, was du willst.“

Das ist der Zauber: Nicht du überlegst das Projekt. Dein Kind übernimmt.
Am Ende hast du vielleicht ein sehr schiefes, sehr besonderes „Raketen-Einhorn-Schloss“.
Aber du hattest 20–40 Minuten, in denen dein Kopf einmal kurz nicht Programmleiter sein musste.

Notfall-Bastelbox mit vielen Dingen womit man basteln kann in einem Karton gesammelt

2. Salzmalerei – sieht nach Zauber aus, ist aber easy

Wenn du mal was machen willst, was nach „Wow“ aussieht, aber nicht nach „Ich hatte drei Stunden Zeit“, dann ist das das hier:

Du nimmst:

  • dickes Papier
  • flüssigen Kleber
  • Salz
  • Wasserfarben

Dein Kind malt mit Kleber Linien oder Muster oder Schneeflocken. Dann streut ihr Salz drüber, kippt den Rest ab und lasst es kurz trocknen.
Danach tupft dein Kind mit Wasserfarbe auf das Salz.
Die Farbe läuft wie von selbst am Salzkristall entlang, und plötzlich sieht das ganze Bild aus, als wäre jemand mit Zauberstaub drüber.

Und du sitzt daneben, trinkst deinen Kaffee – und sagst nur:
„Boah, wie cool ist das denn…“


3. Fensterbilder in schön – nicht wie früher im Kindergarten

Wir kennen alle diese sehr… bunten Fensterbilder unserer Kindheit.
Heute geht es eine Nummer reduzierter – aber genauso kindgerecht.

Du kannst:

  • aus Transparentpapier Sterne, Bäume, Schneeflocken schneiden
  • mit schwarzem Karton schlichte Silhouetten machen
  • mit deinem Kind zusammen Motive aussuchen („Wollen wir eine Winterstadt machen? Oder nur Sterne?“)

Das Schöne:
Wenn draußen eh alles dunkel ist, wirken die Fenster innen wie kleine Bühnen. Dein Kind ist stolz: „Das hab ich gemacht.“ Und du freust dich, dass es tatsächlich hübsch aussieht.


4. Knete selber machen – und dann eine „Bäckerei“ eröffnen

Selbstgemachte Knete ist weich, warm, irgendwie gemütlich. Und Kinder können sich ewig damit beschäftigen.

Rezept (ganz grob):

  • Mehl
  • Salz
  • Wasser
  • etwas Öl
  • Lebensmittelfarbe

Du knetest alles zusammen, färbst Portionen unterschiedlich, und dann eröffnet ihr zum Beispiel eine „Winterbäckerei“: Plätzchen aus Knete, kleine Törtchen, Schneemänner, Pizzen.

Fun Fact: Es geht nicht um das Ergebnis. Es geht darum, dass dein Kind im Flow ist – kneten, rollen, drücken. Motorik, Kreativität, Konzentration – alles arbeitet.
Und du kannst daneben sitzen und sagen: „Ich nehme einmal die Glitzer-Schneeflocken-Pizza, bitte.“


5. Geschichten malen lassen – du erzählst, dein Kind zeichnet

Das ist schön für Nachmittage, an denen dein Kind nicht „bespaßt“, sondern gesehen werden will.

Du setzt dich hin und sagst:
„Ich erzähl dir eine Geschichte. Und du malst dazu, was in deinem Kopf auftaucht.“

Zum Beispiel:

„Es war einmal ein kleiner Fuchs, der den Winter gar nicht mochte. Ihm war immer kalt, und alle sagten, Winter sei schön – aber er fand das nicht. Bis er eines Tages…“

Du stoppst zwischendurch und fragst: „Wie sieht der Fuchs aus? Wo ist er gerade?“
Dein Kind malt. Du redest. Ihr seid zusammen in einer kleinen Fantasieblase.

Das ist mehr als eine Beschäftigung – das ist Verbindung.


6. „Wir dekorieren unser Zuhause für den Winter“

Statt nur zu basteln, kannst du alles verbinden:

Ihr macht zusammen kleine Winter-Deko, die auch hängenbleiben darf – Girlanden, Sterne, Schneehäuser, Teelichthalter (LED).

Dein Kind merkt:
„Ich gestalte unser Zuhause. Ich bin wichtig hier.“

Du merkst:
Es fühlt sich plötzlich ein bisschen weniger wie Dauerbaustelle und ein bisschen mehr wie „unser Nest“ an.


7. Mini-Backstube – klein, aber oho

Backen mit Kindern ist schön, aber es kann auch richtig stressen.
Lösung: Mach alles in klein.

Statt „Wir backen heute 8 Bleche Plätzchen“, eher:
„Wir machen ein Blech, aber ganz viele Mini-Kekse.“

Kleine Ausstecher, kleine Portionen, kleine Backzeit.
Dein Kind kann:

  • ausstechen
  • verzieren
  • probieren
  • und du musst hinterher nicht fühlen, als hättest du die Nacht in einer Großbäckerei geschuftet.

8. Schatzsuche in der Wohnung

Kinder und Schatzsuche – das ist eine sehr, sehr stabile Kombination.

Du machst ein paar kleine Zettel mit Hinweisen:

  • „Da, wo du morgens Zähne putzt.“
  • „Da, wo deine Lieblingssocken wohnen.“
  • „Da, wo es ganz warm ist.“ (Heizung)

Am Ende liegt ein kleiner Schatz:

  • eine Mandarine
  • ein Stickerbogen
  • eine kleine Süßigkeit
  • oder einfach eine „Gutschein-Karte“: „Mit Mama kuscheln und ein Buch aussuchen“.

Dein Kind hat das Gefühl, es erlebt was.
Du hast das Gefühl, du hast gerade winzig wenig Energie in etwas gesteckt, das große Wirkung hatte.


9. Wohnzimmer-Camping

Zelt oder Deckenhöhle. Mehr braucht es oft nicht.

Ihr baut:

  • ein kleines Lager
  • mit Decke, Kissen, Kuscheltier
  • vielleicht einer Lichterkette oder Taschenlampe

Drinnen könnt ihr:

  • Bücher anschauen
  • Hörspiel hören
  • „Im Zelt essen“ (Snack reintragen – Highlight!)

Kinder lieben dieses Gefühl: „Wir sind abgeschottet von der Welt, nur wir zwei (oder drei).“

Und du kannst dich dazulegen. Niemand sagt, du musst währenddessen produktiv sein.


10. Winter-Bingo – wenn du auch keine Lust mehr auf „Was willst du machen?“ hast

Idee: Du schreibst verschiedene kleine Aktivitäten auf Zettel:
„5 Minuten tanzen“, „ein Bild malen“, „Kissenhöhle bauen“, „Plätzchen dekorieren“, „eine Geschichte vorlesen“.

Dann bastelst du daraus ein Bingo oder einfach eine Zieh-Liste.
Wenn dein Kind fragt: „Was machen wir?“, sagst du:
„Wir lassen das Glück entscheiden.“
Und ziehst einen Zettel.

Das nimmt dir Entscheidungen ab und fühlt sich für dein Kind trotzdem nach Abenteuer an.


11. Schneeflocken mit Botschaften

Schneeflocken aus Papier ausschneiden (müssen nicht perfekt sein, das ist ja das Schöne).
Auf jede Flocke schreibst du etwas Kleines:

  • „Sag drei Dinge, die du an dir magst.“
  • „Tanz wie ein Schneemann.“
  • „Mach jemandem ein Kompliment.“
  • „Leg dich zu Mama unter die Decke und atme einmal tief durch.“

Dann werden Flocken gezogen.

Es ist Spiel, aber auch Gefühl. Ein bisschen Lachen, ein bisschen Herz.


12. Indoor-Parcours – Energie raus, ohne dass dein Wohnzimmer stirbt

Wenn dein Kind so überdreht ist, dass du merkst: „Reden bringt nichts mehr“, brauchst du Bewegung.

Du kannst aus:

  • Kissen
  • Stühlen
  • Teppichen
  • einer Decke

einen Parcours machen.
Zum Beispiel:

  • über ein Kissen springen
  • unter einem Stuhl durchkrabbeln
  • auf der Teppichkante balancieren
  • in eine Decke rollen wie ein „Schneeball“

Du musst das gar nicht kompliziert planen.
Hauptsache: Dein Kind kommt ins Tun, nicht ins Diskutieren.


13. Winter-Sinnesbox – leise Beschäftigung für laute Tage

Eine Box, in die du alles „schneeig-weiches“ reinpackst:

  • Watte
  • kleine Figuren (Pinguin, Bär…)
  • Becher, Löffel
  • Pompons
  • vielleicht ein paar Glassteine

Kinder können:

  • ein „Winterland“ bauen
  • Figuren verstecken
  • „Schnee“ schieben, löffeln, sortieren

Das ist nicht wild wie Toben, sondern eher beruhigend. Wie so ein Reset für ein überdrehtes Nervensystem.


14. „Zauberwasser“ – kleines Forschen für große Augen

Schüssel mit Wasser, verschiedene Dinge reinwerfen:
Löffel, Korken, Stein, Plastikfigur.

Frage: Was schwimmt – was nicht?
Warum?
Dein Kind testet. Du kommentierst.

Es ist simpel, aber Kinder sehen darin ein kleines Experiment.
Und du musst nichts groß vorbereiten.


15. Stickerbücher – dein rechtmäßiger Notfalljoker

Ich sag’s unverblümt:
Stickerbücher sind wie ein ruhiger Abend für dein Nervensystem.

Leg eins zur Seite „für schlechte Tage“.
Wenn du merkst, heute ist alles zu viel – du bist müde, dein Kind ist knatschig – holst du es raus.

Kinder kleben.
Du atmest.

Es ist nicht pädagogisch super anspruchsvoll, aber manchmal ist „es ist ruhig“ einfach das höchste Gut.


16. Licht & Sand – Mini-Lichtkasten für zu Hause

Du kannst ein Tablett nehmen, Backpapier drunter, eine Lichterkette rein, etwas feinen Sand drauf.
Dann kann dein Kind mit den Fingern Linien ziehen, Muster machen, Formen malen.

Das Licht von unten, das leise Streichen mit den Fingern – das beruhigt.
Manchmal auch dich, wenn du einfach nur daneben sitzt und zuguckst.


17. Hörspiel + Malen – die Kombi, die fast immer funktioniert

Wenn dein Kind Hörspiele mag, ist das eine super Kombi:

  • Hörspiel an
  • Papier und Stifte hinlegen
  • und einfach sagen: „Mal doch, was du hörst.“

Es entsteht eine ruhige Fläche im Tag.
Die Gedanken deines Kindes gehen mit der Geschichte mit, die Hände sind beschäftigt, der Körper ist trotzdem still.


18. Bücher-Picknick auf dem Wohnzimmerboden

Decke, Kissen, Bücher, ein Teller mit Snacks – fertig.

Ihr setzt euch nicht „an den Tisch zum Lesen“, sondern macht daraus ein kleines Event:
„Wir machen ein Bücher-Picknick.“

Kinder lieben dieses kleine „anders als sonst“.
Du setzt dich dazu, liest oder blätterst mit.
Es ist kein riesiges Programm, aber eine sehr warme Form von „Zeit zusammen“.


19. Kuschelmonster basteln

Eine alte Socke, etwas Füllung (Watte, Stoffreste), Knöpfe, Filz – und du bastelst mit deinem Kind ein kleines „Kuschelmonster“.

Dieses Monster kann:

  • im Bett aufpassen
  • tagsüber zuhören
  • im Rucksack heimlich mitkommen

Kinder geben ihm meist einen Namen, vielleicht sogar eine Geschichte.
Du bastelst nicht einfach nur „irgendwas“ – ihr erschafft einen kleinen Begleiter für den Winter.


20. Puzzletage einführen

Manchmal braucht man nichts super Kreatives. Manchmal tut Puzzeln einfach gut.

Du kannst:

  • ein großes Puzzle anfangen, an dem ihr immer wieder weitermacht
    oder
  • kleine Puzzles rausholen, die dein Kind alleine schafft

Puzzeln erdet.
Man sucht, probiert, findet – und ist plötzlich 20 Minuten lang in etwas vertieft, ohne Bildschirm.


21. Winter-Wörter und kleine Geschichten

Schreib ein paar Winterwörter auf Zettel: Schnee, Stern, Mütze, Kamin, Tee, Eiskristall.
Dein Kind zieht jeweils einen Zettel und malt dazu ein Bild.

Oder ihr macht weiter:
„Lass uns aus den Wörtern eine Geschichte erfinden.“

Das ist super für die Sprache, fürs Denken – und es macht Spaß, wenn man albern sein darf.


22. Schattentheater mit Taschenlampe

Abends, wenn es sowieso früh dunkel ist, ist das richtig schön:

Du nimmst eine Taschenlampe, ihr setzt euch ans Bett oder vor eine Wand und spielt mit Schatten – Hände, Figuren aus Papier, Spielzeugtiere.

Du kannst kleine Szenen erzählen:
„Der Schattenfuchs trifft den Schattenbären im Winterwald…“

Das ist so simpel, aber für Kinder total magisch.


23. Zahlen- oder Buchstaben-Suche

Wenn dein Kind Zahlen oder Buchstaben mag (oder gerade lernt), kannst du kleine Karten verstecken.

Deine Ansage:
„In diesem Zimmer sind 10 Karten versteckt. Findest du alle?“

Später könnt ihr sie:

  • sortieren
  • in Reihen legen
  • beim Aufräumen wieder „verschwinden lassen“

Es ist Spiel – aber gleichzeitig lernen.


24. Sortieren, sortieren, sortieren

Kinder sortieren gern.
Du kannst eine Schüssel mit verschiedenen Dingen machen: Knöpfe, Perlen, Nudeln, Kastanien, was auch immer du hast.

Aufgaben:

  • Nach Farbe sortieren
  • Nach Größe
  • Nach Material (hart/weich)

Es ist kein „Wow, wie kreativ“, aber es ist ruhig und konzentriert.


25. Winter-Detektiv

Du gibst deinem Kind kleine „Aufträge“:

  • „Finde etwas, das glitzert.“
  • „Finde etwas, das weich ist wie Schnee.“
  • „Finde etwas, das nach Winter riecht.“

Kinder lieben solche Missionen.
Du kannst dabei sitzen bleiben und trotzdem das Gefühl geben: „Wir machen was zusammen.“


26. Mini-Spieleabend

Großer Spieleabend klingt nach Erwartungsdruck.
Mach’s klein.

Ein Spiel, eine Runde:

Vielleicht dauert es nur 15 Minuten, aber eben bewusst.


27. Kinder-Yoga im Wohnzimmer

Keine perfekte Matte, kein Outfit. Einfach ein YouTube-Video mit Kinder-Yoga oder Kinderbewegung.

Viele Videos arbeiten mit Tieren oder Geschichten – „Mach den Hund, jetzt den Baum, jetzt die Katze“.

Es geht nicht darum, dass die Pose perfekt ist.
Es geht darum, dass dein Kind sich bewegt, atmet, lacht – und du vielleicht gleich mit.


28. Heiße-Schokolade-Ritual

Ehrlich: Eine Tasse heiße Schokolade kann ein Tag-Reset sein.

Du kannst daraus ein Ritual machen:

  • einmal die Woche
  • Kerze an
  • Bauch aufwärmen
  • kurz reden: „Was war heute schön, was war blöd?“

Manchmal kommen da richtig schöne Gespräche raus, obwohl es „nur“ Kakao ist.


29. Familien-Wunschglas

Ein Glas, in das ihr Zettel werft mit Dingen, die ihr im Winter machen wollt oder die euch gut tun:

  • „Unter der Decke kuscheln und Hörspiel hören“
  • „Plätzchen dekorieren“
  • „Mama massiert meine Hände mit Creme“
  • „Mit Papa ein Kartenspiel spielen“

Wenn ihr nicht wisst, was ihr machen wollt: Zettel ziehen.


30. Foto-Mission

Wenn dein Kind alt genug ist und du halbwegs entspannt bist, kannst du ihm dein Handy oder eine alte Kamera geben und sagen:

„Mach 10 Fotos von Dingen, die für dich nach Winter aussehen.“

Danach schaut ihr die Bilder zusammen an.
Da kommen manchmal total süße Perspektiven raus: Kuscheldecken, Tassen, Fenster, Socken, Kuscheltiere.

Du siehst ein bisschen die Welt mit seinen Augen. Das ist schön.


31. Wohnzimmer-Karaoke & Tanzparty

Ja, es klingt laut.
Ist es auch.
Aber manchmal tut so ein „Wir tanzen alle einmal alles raus“-Moment richtig gut.

Musik an, vielleicht bunte Lichter (oder Taschenlampen), Kochlöffel als Mikro.
Keine Choreo, keine Erwartung. Einfach toben, lachen, blöd sein.

Dann danach: runterfahren.
Oft schlafen Kinder nach solchen „alles rauslassen“-Momenten besser.


32. Die „Nur wir“-Stunde

Wenn ich nur eine Sache für Winter empfehlen müsste, wäre es diese:

Sucht euch 1x die Woche eine feste „Nur wir“-Stunde.
Handys weg, TV aus, kein Nebenbei-Aufräumen.

Ihr macht:

Es geht nicht um Aktivität. Es geht um Beziehung.
Kinder erinnern sich später nicht daran, wie perfekt du alles organisiert hast.
Sie erinnern sich an das Gefühl: „Da war ich wichtig.“


Fazit: Du musst den Winter nicht lieben – aber du kannst ihn milder machen

Ich werde dir nicht erzählen, dass Winter mit Kind etwas ist, das du nur „richtig positiv sehen musst“.
Manchmal ist es einfach anstrengend, laut, klebrig und nervig. Punkt.

Aber zwischen Wäschehaufen, nassen Schuhen und dunkelgrauen Nachmittagen gibt es diese kleinen Momente:

  • dein Kind, das tief versunken bastelt
  • ihr beide, wie ihr im Zelt liegt und lacht
  • ein Kakao-Moment, in dem plötzlich ein ehrlicher Satz fällt
  • ein „Danke, Mama, das war schön heute“

Und genau dafür sind diese 32 Winterbeschäftigungen für drinnen gedacht:
Nicht, damit du noch mehr leistest.
Sondern damit du weniger denken musst – und ihr trotzdem schöne Erinnerungen sammelt.

Wenn du an manchen Tagen trotzdem das Gefühl hast:
„Ich kann gerade nichts davon umsetzen, ich bin einfach durch“ –
dann ist das genauso okay.

Du bist nicht dafür da, den perfekten Winter zu liefern.
Du bist die, die da ist.
Mit all deiner Liebe, deiner Erschöpfung, deinem Humor und deinen Versuchen.

Das reicht, mehr als du glaubst.

Und vielleicht geht’s dir wie mir:
Manchmal wünsche ich mir jemanden, der mir sagt:
„Hey… du darfst auch müde sein. Du musst das nicht allein schaffen.“

Genau darum habe ich meinen 0€ SOS-Guide für Chaostage geschrieben.

Nicht als perfekte Lösung – sondern als kleiner Lichtblick an den Tagen, die sich schwer anfühlen.
Wenn du magst, nimm ihn dir für 0€ mit.

Unterschrift Deine Jessi
Ebook SOS-Guide für Chaostage

Ähnliche Beiträge